Alois Irlmaier: "Wenn alle vom Frieden reden" - Die Kriegsgefahr wächst

 

Steht eine neue Zeit bevor?

»Wenn alle vom Frieden reden ...«

Wenn es soweit ist, werden »die Kräfte des Himmels ins Wanken kommen«Das Jahr 2000 neigt sich dem Ende zu, und der Medienrummel um die sich überstürzenden Prognosen immer neuer Daten des »Weltuntergangs« ebbt ab. Die »Welt« wäre ohnehin nicht untergegangen. Was (weiterhin) in Aussicht steht, ist der Untergang einer Zivilisation, die mit ihrem materialistischen Denken und ihrer Gewalttätigkeit sich selbst und die Erde zerstört. Die sich häufenden Umweltkatastrophen durch Erdbeben, Stürme, Waldbrände, Überflutungen, Verseuchung der Meere und Ausdünnung des Ozongürtels des Planeten treiben für jeden erkennbar immer neuen apokalyptischen Höhepunkten zu, die den Absturz des ganzen Biotops der geschundenen Erde signalisieren. Die Grausamkeit des Menschen gegenüber den Tieren durch die industrialisierte Fleischproduktion und in den Versuchslabors der Pharmakonzerne, die Manipulation des Lebens durch die Gentechnologie und die Vernichtung der letzten Tropenwälder - all dies charakterisiert eine gottferne Zivilisation im Untergang.

Bereits Jesus von Nazareth hat diesen Untergang vorausgesagt und die ökologische Katastrophe mit Kriegskatastrophen verbunden. Er sprach von »Kriegen und Kriegsgeschrei« und davon, dass sich »ein Volk wider das andere« erheben werde und dass es zu Erdbeben komme, ja noch schlimmer: dass »Sonne und Mond ihren Schein verlieren ... und die Kräfte der Himmel ins Wanken kommen werden« (Markus 13, 7.24). Auch der Prophet Jesaja hatte von einem »neuen Himmel und einer neuen Erde« gesprochen, die aus einer reinigenden Katastrophe hervorgehen würde.
Der Umstand, dass zur Jahrtausendwende »nichts passierte«, sollte uns also nicht in Sicherheit wiegen - schon allein deshalb, weil es unsinnig ist und das menschliche Bewusstsein übersteigt, die Turbulenzen, von denen die Bibel spricht, zu datieren. »Den Tag und die Stunde kennt nur der Vater«, sagte Jesus von Nazareth. Neben den großen Propheten gab es immer wieder auch Menschen mit hellsichtigen Fähigkeiten, die zwar nicht mit dem Inneren Wort der Gottespropheten zu verwechseln sind, aber einen gewissen medialen Zugang zu Ereignissen ermöglichten, der dem normalen Zeitgenossen verschlossen ist. Einer davon war der Brunnenmacher Alois Irlmaier aus Freilassing, der 1959 starb und dessen Hellsichtigkeit sogar von der Kriminalpolizei mit Erfolg in Anspruch genommen wurde. Er hatte kleinere und größere »Gesichte« zukünftigen Geschehens. Ob seine Treffsicherheit auch die größeren umfasst, wissen wir noch nicht, aber sie könnten uns für manches, was sich in unseren Tagen ereignet, jedenfalls sensibilisieren. Zu Irlmaiers größerer Vorausschau gehörte stets ein furchtbares Kriegsgeschehen. Er sprach vom »3. Weltkrieg«. Nach dem Bericht eines katholischen Priesters soll Irlmaier zum Ausbruch dieses Krieges u. a. gesagt haben: »Alles ruft Frieden, Schalom! Da wird’s passieren - ein neuer Nahostkrieg flammt plötzlich auf, große Flottenverbände stehen sich im Mittelmeer feindlich gegenüber - die Lage ist gespannt.«1 

Ob Irlmaier dies richtig sah, sei noch einmal dahingestellt. Man sollte sich an der Aussage nicht festbeißen und darüber in Panik geraten. Aber nachdenklich stimmt es schon, dass gegenwärtig alle möglichen Friedensschalmeien gleichzeitig und besonders laut tönen - wieder ein Friedensnobelpreis, wieder ein Friedenspreis des deutschen Buchhandels, noch ein deutsches Friedensinstitut und ein Friedenspapier der deutschen Bischöfe, während seit Wochen Palästinenser und Israelis in eine immer blutiger werdende Auseinandersetzung verwickelt sind, die leicht zu einem Flächenbrand in der arabischen Welt werden könnte.

»Ein neuer Himmel und eine neue Erde« - mit neuen Menschen?

Niemand weiß, wo sich die Knoten schürzen werden, die eines Tages zum ökologischen Kollaps und zu einem neuen Weltbrand führen werden, doch dass die heutige Zivilisation in der Endzeit steht, wird immer deutlicher. In der Botschaft aus dem All Das ist Mein Wort. Alpha und Omega. Das Evangelium Jesu. Das Buch, das inzwischen die Christen in aller Welt kennen (http://www.das-wort.com/deutsch/) heißt es hierzu: »Wer die Ereignisse und Geschehnisse auf dieser Erde betrachtet und von den Schicksalen der Menschen auf der ganzen Welt hört, der erkennt, dass die Vorgänge des Weltendes ihre Schatten als Zeichen voraus werfen und die Menschheit mitten in der Auflösung der alten, sündhaften Welt steht. Wer wach ist, erkennt auch, dass der sündhafte Mensch den großen Umwälzungen nicht standhalten kann. Erkennt: Diese Umwälzungen sind die Wirkungen von ebenso gewaltigen Ursachen, durch die das Gesetz von Saat und Ernte die Sünde von der Erde hinweg nimmt. Die Menschen in tiefer Sünde werden auf der Erde dann keine Bleibe mehr haben - denn die Neue Zeit, die Zeit des Christus, erhebt sich aus den Trümmern und wird den neuen Himmel und die neue Erde bringen.«2 (cs)
 

1 Adalbert Schönhammer, PSI und der 3. Weltkrieg, o. J., S. 63
2 2. Auflage, Würzburg, 1993, S. 695

 

Journal Das Friedensreich, Ausgabe Nr. 12/00



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