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USA
wollen Koka-Felder in Kolumbien vernichten
Gentechnik-Krieg
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das neue Vietnam
Nach
einer Meldung der britischen Zeitung Observer planen die USA in
Kolumbien den Einsatz von gentechnisch veränderten hochgiftigen Pilzen
gegen den Anbau von Kokapflanzen im kolumbiani-schen Dschungel. Es soll
sich dabei um den hochgiftigen, gentechnisch veränderten Fusarium-Pilz
handeln, der von der Wurzel her die Pflanzen auflöst, der aber genauso
auch Tiere und Menschen befällt und bei diesen eine tödliche
Immunschwäche auslöst.
Der Milliardenkredit der USA an Kolumbien sei an die
geheime Bedingung geknüpft worden, dass die kolumbianische Regierung
amerikanische Hubschrauber kauft und mit deren Hilfe die von der
linksgerichteten Guerillabewegung FARC kontrollierten Drogenfelder mit
dem Gen-Pilz besprüht.
War
das der Anfang?
Bereits Ende der Achtziger Jahre, so die Junge
Welt, brach in einem Tal in Peru, in dem ebenfalls Koka angebaut
wurde, eine mysteriöse Fusarim-Epidemie aus. Bauern berichteten von
Helikoptern, die eine bräunliche Flüssigkeit versprüht hätten. Dies
könne ein "erster Feldversuch" gewesen sein, was sich aber nicht
beweisen lasse.
Zwischen 1992 und 1998 seien in Kolumbien bereits über 2,5 Millionen
Liter des ebenfalls hochgiftigen Herbizids Glyphosphat versprüht
worden, um die Kokapflanzen zu vernichten, so die Schweizer Zeitschrift Natürlich.
Dabei seien auch Bananen, Mais, Zuckerrohr und viele Haustiere
vernichtet worden. Die Anbaufläche von Koka stieg aber im selben
Zeitraum auf das Dreifache. 150.000 bis 200.000 Hektar Regenwald seien
zusätzlich gerodet worden, weil die Koka-Bauern in andere Teile des
Regenwalds auswichen und ihre Felder mehr zerstreuten. Nun soll offenbar
eine weitere Phase der biologischen und ökologischen Kriegführung
beginnen. Denn genau um eine solche handelt es sich, so der
kolumbianische Wissenschaftler Eduardo Posada laut Observer, wenn
aus der Luft ein Mycoherbizid versprüht wird, "das bei
Krankenhauspatienten eine Tötungsrate von 76 Prozent hat".
Immer
neue missgebildete Kinder
Gerade jetzt wird in zahlreichen Berichten an die
Entlaubungsaktion der Amerikaner in Vietnam mit dem Gift Agent Orange
erinnert. In vielen Behindertenheimen vegetieren dort missgebildete
Kinder und Jugendliche vor sich hin - und laufend werden weitere
behinderte Kinder geboren; das Verderben wird ins dritte und vierte
Glied vererbt. An Entschädigung haben die USA dafür bisher noch keinen
Cent bezahlt. "Weil es den USA nicht gelingt, ihre Drogenprobleme im
eigenen Land mit sinnvollen erzieherischen, sozialen und
wirtschaftlichen Maßnahmen zu bewältigen", schreibt Natürlich,
"holen sie zum verantwortungslosen Gentech-Chemiekrieg aus, der jede
Spur von gesundem Menschenverstand vermissen lässt und eine
Vietnamisierung von Kolumbien voraussehen lässt."
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