Erst stirbt das Tier ...

Tierseuchen im Vormarsch! Warum?

Gott hat den Menschen die Natur und die Tiere geschenkt, damit sie auf der Erde leben können. Doch Er hat uns nicht unbegrenzt Energie dafür gegeben, dass wir mit Seiner Schöpfung anstellen, was wir wollen.

Zuerst wurden die Rinder wahnsinnig, weil ihr Gehirn erkrankte. Desorientiert und gleichgewichtsgestört brachen sie auf den Hinterbeinen zusammen. Jetzt werden die Mäuler und Klauen von Schafen und Schweinen wund. Auch sie können sich nur mehr rutschend bewegen und haben hohes Fieber: Maul- und Klauenseuche. Es ist, als ob sich die Tiere dem Menschen durch Krankheit entzögen und sich lieber verbrennen als weiter quälen und verspeisen ließen. Gespenstische Bilder verfolgen uns täglich: brennende Scheiterhaufen, auf denen ganze Schafherden in Rauch aufgehen, weil einige Tiere erkrankt sind; Verbrennungsöfen, in denen Millionen von Rindern als Müll entsorgt werden sollen, damit der Rindfleischpreis nicht weiter fällt. Grausige Szenen einer Zivilisation, die offensichtlich auf Abwegen ist und nun von einer Kette von Tierseuchen heimgesucht wird. Auch von Tuberkulose ist bereits die Rede und seit Jahren immer wieder von Schweinepest.
Jetzt wird »geforscht« und nachgedacht, woher das alles kommt - vom Kadaverfutter oder von Insektengiften, von Antibiotika oder dem allgemeinen Stress in den Massentierställen. Vielleicht sollte man noch eine Ebene tiefer forschen und fragen, wie Tiere heutzutage überhaupt entstehen. Z. B. die fünf Millionen Kälber, die im Jahr 2000 allein in Deutschland geboren wurden. Es ist längst nicht mehr der Dorfstier, der die Kühe trächtig macht, damit sie Jahr für Jahr ein Kalb gebären, das man ihnen gleich wieder nimmt, um sie als Milchmaschinen zu nutzen. Der Stier von einst zeugte jährlich nur 50 - 100 Nachkommen. Das ist für eine auf Hochtouren laufende Agrarindustrie längst zu wenig. Das Zauberwort heißt »künstliche Besamung«. Über 90 % aller Tierzüchter bestellen für ihre Kühe das Sperma per Katalog, je nach Tierart und Betriebsziel. Der Stier, der wöchentlich mehrmals zur Samenproduktion animiert wird, zeugt auf diese Weise nicht 50 oder 100, sondern 5.000 Kälber. Mit einer Pipette wird das Sperma in die Kuh eingeführt. Von Natur aus könnte sie nur ein Kalb pro Jahr austragen. Doch auch sie wird überlistet. Bei ihr heißt das Zauberwort »Embryotransfer«: Der Eierstock wird am 10. Tag nach der Brunst mit Hormonen dazu angeregt, nicht nur ein einziges Ei, sondern bis zu 40 Eier freizusetzen. Diese werden wiederum künstlich besamt und die so entstandenen Embryonen nach zwei Tagen aus der Gebärmutter gespült. In der Regel sind 5-7 davon lebensfähig, die dann in so genannten »Pflegemüttern« heranwachsen. Auf diese Weise erhält man von der Erbmasse einer »guten Kuh« im Jahr nicht nur ein Kalb, sondern sechs oder sieben. Das Leben wird künstlich multipliziert.

Keine Seelen für »Fleischprodukte« 

Oder ist es gar nicht mehr wirkliches Leben, das hier manipuliert und technisch wie am Fließband produziert wird? Kann man beseelte Lebewesen wie Zellhaufen behandeln und unter Umgehung der Gesetze des natürlichen Trieblebens ins Leben zwingen, ohne die Einheit von Leib und Seele der Tiere zu zerstören? Wer sich bewusst macht, dass alles Leben aus der kosmischen Einheit in Gott kommt, aus dem Allgeist, der alles in Freiheit durchströmt und mit Seiner Schöpferkraft belebt, der kann sich leicht vorstellen, was es bedeutet, wenn der Mensch durch solche Zuchtmethoden den Schöpfer auszuschalten und selbst über Natur und Tier zu herrschen versucht. 
Wie wir dank der Botschaft Gabrieles wissen, bricht der Mensch damit aus dem göttlichen Lebensstrom aus und seine »Geschöpfe« gehören nicht mehr zum göttlichen Energiekontingent für die Erde, mit dem die Materie belebt wird. Tiere sind an sich beseelte Wesen. Je nach ihrem Entwicklungsgrad werden sie, wie niedere Tiere, von einer Kollektivseele beatmet, oder sie haben, wie die Säugetiere, Einzelseelen, die mit der jeweiligen Tierart in enger Beziehung stehen. Die Millionen von Rindern, die wir als »Fleischprodukte« in ein künstliches »Leben« zwingen, um sie möglichst schnell zu mästen und zu töten, verfügen nicht mehr über solche Seelen, sondern haften an den Energiefeldern ihrer Produzenten, der Tierärzte und Tierzüchter und anderer, nicht zuletzt auch der »Verbraucher« tierischen Lebens. Eine karmische Verstrickung zwischen Mensch und Tier.

Der Todeskreislauf bricht zusammen

Es entstand gewissermaßen ein eigener Energiekreislauf, der sich von der göttlichen Lebenskraft abgekoppelt hat und nur mehr von der Konsumenergie einer menschlichen Zivilisation lebt, die das ihr von Gott mitgegebene Energiekontingent missachtet bzw. verbraucht hat. Die Schwäche ihrer Lebensenergie äußert sich als »Immunschwäche« bei Mensch und Tier. Das ist der Boden, auf dem die Seuchen wachsen. Die Veränderung von Prionen oder die Übertragung von Viren sind dann nur die Folge der allgemeinen Schwäche. Nun bricht der Todeskreislauf des menschlichen Eigenwillens allmählich zusammen. Denn der Allgeist, die Kraftquelle allen Lebens, steht nicht mehr zur Verfügung, so lange der Mensch nicht bereit ist, zusammen mit Natur und Tieren ein Leben nach den Gesetzen Gottes zu führen.

Erste Schritte in die neue Zeit

Deshalb wurde ihm, wie schon im vergangenen Heft berichtet, die Herrschaft über die Tiere entzogen. Was lange angekündigt war, ist nun geschehen: Gott schloss einen Bund mit den Tieren, aus dem in Zusammenarbeit mit Geist- und Naturwesen eine neue Erde hervorgeht - das Friedensreich, in dem die Menschen untereinander und mit den Tieren in Frieden leben. Den ersten Schritt in diese neue Zeit kann jeder tun, der nach der Ethik lebt: Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu - weder den Nächsten noch den Übernächsten, den Tieren. Schauen wir ihnen in die Augen und fragen wir uns, wie es ihnen in den Massenställen und in den Schlachthäusern ergeht, bis sie als Steaks auf unseren Tellern landen. Leonardo da Vinci sagte einmal: »Die Zeit wird kommen, in der die Menschen den Mord an Tieren ebenso als Verbrechen betrachten werden wie den Mord an Menschen.« Und der Christus-Gottes-Geist offenbarte heute: »Die neue Zeit dämmert empor, in welcher die blutigen Opfer und die Tierversuche aufhören werden und auch das Schlachten und Verzehren von Tieren, denn diese sind die Übernächsten der Menschen« (Das ist Mein Wort, S. 397, http://www.das-wort.com/deutsch/). (Matthias Holzbauer)
 


»Öko« - der Ausweg?

»Wir möchten nicht geschlachtet werden, weder konventionell, noch ökologisch »schonend«. Wir möchten leben, denn wir lieben das Leben wie Du!«»Der Markt ist praktisch abgeräumt«, sagen die Experten über den Verkauf von »ökologisch« hergestelltem Fleisch. Viele Kunden zahlen einige Mark mehr für den saftigen Braten - und haben obendrein ein »gutes Gewissen«, weil die Tiere »artgerecht« gehalten werden. Zurecht?
Sicher ist die ökologische Tierhaltung gegenüber der konventionellen ein Fortschritt: Die Tiere werden nicht mehr angebunden, sie haben mehr Platz und Auslauf, erhalten weitgehend naturbelassenes Futter. Doch eine Garantie auf BSE-freie Ware können auch die Öko-Bauern nicht geben. Der Zukauf aus konventioneller Tierhaltung ist erlaubt. Wenn etwas eingeschleppt würde, so könnte es über Mist und Gülle, die auch in der ökologischen Landwirtschaft erlaubt sind, auf Feldfrüchte übertragen werden.
A propos Mist und Gülle: Der Schock einer plötzlichen Nitrat-Vergiftung ist für Pflanzen und Tiere (Bodenlebewesen, Hasen, Rehe, Vögel ...) noch immer groß genug. Oder würden wir wollen, dass uns jemand Mist und Gülle auf den Kopf schüttet?
Auch Öko-Tiere werden bei Krankheit mit Medikamenten und Antibiotika behandelt, die dann über das Fleisch und über den Mist weitergegeben werden. Und: Auch Öko-Tiere, gleich ob in der Fleisch- oder in der Milchproduktion, gehen den letzten Gang zum Schlachthof. Möglicherweise werden sie dort von einem »Betreuer« im »Empfangsraum« willkommen geheißen und anschließend »schonend« geschlachtet, wie dies unter Öko-Landwirten als Ideal gilt. Doch das ändert nichts an ihrem Ende auf dem Teller. Dies gilt auch für die prachtvollste Hochleistungs-Milchkuh, wenn sie einmal nachlässt; und für die fleißigste Henne - nach etwa 300 Eiern und einem Jahr wird sie unweigerlich zum Suppenhuhn. 
Für die Verurteilten der Inquisitionsprozesse war es auch eine »Gnade« (so sagte man damals), wenn sie vor der Verbrennung erdrosselt oder geköpft wurden. Das Publikum klatschte Beifall, wenn der Henker dabei keinen »Nachschlag« benötigte. Wie denken wir heute darüber? Und was werden Menschen zukünftiger Generationen wohl über Schlachthöfe denken - gleich ob »öko« oder nicht?

 

Veredelt ist nicht gleich veredelt!

Wie kann man die positiven Kräfte des Menschen am erfolgreichsten bekämpfen? Indem man die höchsten Ideale und Begriffe nimmt - und sie mit gegensätzlichen Inhalten füllt. Das ist das Prinzip des Widersachers Gottes: die Umkehrung göttlicher Gesetzmäßigkeiten. 
Ein Beispiel ist der Begriff »Veredelung«. Im positiven Sinne heißt dies: Der Mensch erkennt sich selbst. Er überprüft seine Gewohnheiten, seine Gedanken und Gefühle, inwieweit sie den Gesetzen Gottes entsprechen. Er verändert, verfeinert, »veredelt« sein Denken und Fühlen, sein gesamtes Verhalten, seine Bewegungen, Gesten und Worte, so dass sie immer mehr in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes sind. Und was hat die Wissenschaft daraus gemacht? Sie belegte ausgerechnet den Vorgang, Getreide an Tiere zu verfüttern und diese dann zu schlachten, mit dem Begriff »Veredelung«! 
Das Getreide wird sozusagen durch den Tiermagen hindurch zu einem »höherwertigen« Produkt - Fleisch - »veredelt«. Dabei ist dieses Verfahren, einmal abgesehen von der Brutalität, mit der die Schlachtung von Tieren zwangsläufig verbunden ist, auch noch äußerst uneffektiv: Mit einem Kilogramm Getreide kann man bis zu siebenmal mehr Menschen ernähren, wenn diese es direkt verzehren, als wenn man es erst durch die Mägen von Rindern oder Schweinen schickt.

 

Friedfertiger Landbau

Der Ausweg aus der Nahrungsmittelkatastrophe

Auf die Versprechungen der Politiker und »Experten«, die so tun, als seien BSE und Maul- und Klauenseuche nur unglückliche Betriebsunfälle einer ansonsten reibungslos funktionierenden Hochleistungs-Agrarwirtschaft, hört keiner mehr. Aber auch die Zauberworte »Öko« und »Bio« haben ihre Tücken. In der ökologischen Landwirtschaft war bis Dezember 2000 noch die Düngung mit Blut- und Knochenmehl erlaubt; Mist und Gülle sind es bis heute, obwohl auch dadurch das Bodenleben nachweislich geschädigt werden kann.

Doch es geht auch anders: Nicht nur ohne Kunstdünger und Pestizide, sondern auch ohne jegliche kommerzielle Tierhaltung, also auch ohne Mist und Gülle. Was eine Handvoll Landwirte vor etwa 17 Jahren begann, erhält im Zeitalter von BSE eine ungeahnte Aktualität: »Als wir vor 17 Jahren auf unseren Höfen am Rande des Spessart mit einer Landwirtschaft ohne Nutztierhaltung und ohne Mist und Gülle begannen, taten wir dies in erster Linie den Tieren zuliebe, die wir nicht schlachten wollten. Nur wenige ahnten, dass dies auch bald den Menschen zuliebe geschehen sollte: dass dieser friedfertige Getreide-, Gemüse- und Obstanbau zum Angelpunkt einer gesunden Lebensmittelproduktion werden würde. Die bedeutungsschweren Worte »BSE- und dioxinfrei« hätte damals noch niemand verstanden. Heute kommt es gerade auf diese Qualitätsmerkmale an, die wir für die Früchte unserer Felder in Anspruch nehmen können: nicht als »Ökobauern«, sondern als Produktgaranten - dank dem Prophetischen Geist, der uns auf diesem Weg führte. Es ist der Weg zu gesunden Nahrungsmitteln für eine neue Zeit, in der die Tierschlächterei abnimmt und eines Tages ganz aufhört ... Die geschundene Tierwelt zwingt uns nun zu dieser Wende. Jeder von uns kann im Interesse seiner Gesundheit und aus Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere seinen Beitrag dazu leisten.«

Über diesen friedfertigen Landbau und die revolutionäre Wende im Verhältnis von Mensch und Tier wird in einer neuen Broschüre berichtet. Die Kommunikation mit dem Boden und die Verbindung mit den Elementen kommt dabei ebenso zur Sprache wie die natürliche Mahltechnik und Teigführung in der Lebe Gesund!-Steinmühlenbäckerei - mit eindrucksvollen Bildern großzügig illustriert und für jeden verständlich geschrieben.

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Journal Das Friedensreich, Ausgabe Nr. 4/01

 


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