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Jägerlatein und die Wirklichkeit Waidmanns Heil ... und Waidmanns Dank Auf Rehe und Wildschweine schießt der tapfere Waidmann
nicht einfach mit Patronen, sondern mit Geschossen, die sich im Inneren der getroffenen Tiere vergrößern bzw. teilen (Expansionsgeschosse) oder verbiegen (Deformationsgeschosse). Warum?
Bei Hasen z. B. sucht der Waidmann sein »Heil« durch eine Ladung Schrotkugeln, die den Opfern nicht nur die Haut, sondern das darunter liegende Nervensystem durchsiebt. Die Hasen winden sich vor Schmerzen und schreien häufig wie kleine Kinder. Dann nähert sich der stolze Waidmann und schlägt das winselnde Tier tot - mit einem Prügel, einem Messerknauf oder dem Schaft seines Gewehrs. Das sind keineswegs unzulässige Exzesse, sondern so wird es in Lehrbüchern für Jäger empfohlen. Waidmannsheil! Und als Waidmannsdank können Sie dann Ihren Hasenbraten genießen. Hie und da beißen Sie dabei noch auf eine Schrotkugel. Vielleicht denken Sie beim nächsten Mal daran, wie Sie sich fühlen würden, wenn man Ihnen achtzig solcher Kugeln unter die Haut jagen und Sie anschließend mit einem Gewehrkolben erschlagen würde. Vielleicht stellen Sie sich auch kurz den Hasen vor, wie er mit großen Augen und aufgestellten Löffeln durch die Wiese hoppelte, als ihn die tödliche Salve traf, damit er von Ihnen verspeist werden kann. Sollten Sie auf diese Mahlzeit in Zukunft nicht doch lieber verzichten?! (Matthias
Holzbauer)
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