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Wieder viele Tote
und Verletzte
Jäger erschießen sich gegenseitig ...
Natur und Tiere gehorchen den menschlichen Ansprüchen immer weniger. Doch
noch immer behaupten Jäger, durch millionenfachen Tiermord für ein
»Gleichgewicht« in der Natur zu Gunsten des Menschen sorgen zu können. Andere
geben zu, dass es ihnen um den Fleischverzehr oder ums Beutemachen geht. Immer
häufiger kommt es dabei in der letzten Zeit aber zu Schicksalsschlägen und
Unfällen. Nachfolgend eine Auswahl von Berichten aus den letzten Monaten:
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Hofkirchen/Österreich
– Dreißig Jäger und sechs Treiber im Einsatz. Plötzlich dreht ein Reh »den
Spieß um«. Es springt hinter einem Busch hervor und rammt einen der Jäger.
Der Jäger kann an diesem Tag nicht mehr jagen und wird verletzt ins
Krankenhaus gebracht. Das Reh ist entkommen (Kronen-Zeitung, 21.11.2001).
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Arnreit/Österreich
– Ein Jäger zielt auf einen Hasen, der auf einen Hügel zu fliehen versucht –
direkt auf einen anderen Jäger zu, der sich auf dem Hügel versteckt hält.
Die Kugeln treffen den Hasen tödlich, der Jäger wird durch Einschüsse in
Gesicht und Arm verwundet (ORF, 9.12.2001).
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Preetz/Schleswig-Holstein – Zwei
Jäger schießen auf ein Wildschwein, das verletzt flüchten kann. Am
nächsten Tag machen sie sich auf die Suche nach ihrer Beute. Das blutende
Tier hatte sich bei eisiger Kälte in einen unübersichtlichen Schilfgürtel
zurückgezogen. Als die Jäger dort auftauchen, stürzt das Wildschwein aus
seinem Versteck und rammt seine Stoßzähne in den Oberschenkel eines
Verfolgers, bevor es der zweite Jäger umbringt. Sein Kollege wird mit dem
Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik Kiel geflogen. »Im
Oberschenkel fehlten große Fleischstücke« (Fränkischer Tag, 29.12.2001).
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Oberaurach/Oberfranken
– In einer Fichtenschonung glaubt ein 52jähriger Jäger, ein Wildschwein vor
sich zu haben. Er feuert los. Doch es ist kein Schwein, sondern ein
42-jähriger Kollege, der dort den Tieren auflauert. Ein so genanntes
Teilmantelgeschoss Kaliber 30/06 reißt ein Loch in dessen Oberschenkel.
Trotz medizinischer Versorgung verblutet er im Rettungswagen (Fränkischer Tag, 3.1.2002).
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Olsberg/Sauerland
– Zwei Ehepaare gehen im Wald spazieren. Plötzlich fallen zwei Schüsse. Die
Spaziergänger rufen um Hilfe. Eine Kugel hatte Mantel und Hose einer Frau
durchbohrt. Der Schütze, ein Jäger »mit angeblich großer Erfahrung«,
erklärt, dass ein »Flintenlaufgeschoss« wahrscheinlich auf eine gefrorene
Stelle geprallt und zersplittert sei, bevor es die Frau traf. Das bereits
angeschossene Wildschwein, das mit dem Schuss umgebracht werden sollte, muss
auf seinem »Leidensweg durch die Wälder von drei Gemeinden« »noch einen
weiteren Fehlschuss hinnehmen«, der es noch schwerer verletzt, bevor es die
Jäger beim vierten Versuch endlich ganz umbringen können (bz, 5.1.2002).
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Chabarowsk/Russland
– Zwei Jäger geraten auf der Jagd in Streit. Unter Alkoholeinfluss eskaliert
die Auseinandersetzung. »Anstatt Rehe und Hasen ins Visier zu nehmen«,
richten sie plötzlich ihre Gewehre aufeinander. Beide schießen ungefähr
gleichzeitig. Sie werden mit schweren Schussverletzungen tot aufgefunden
(Main-Post, 9.1.2002).
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Dornburg/Hessen – Rechtsanwalt und
Jäger Helmut J. wird von einer Kugel direkt in den Kopf getroffen. Der
Todesschütze erklärt: »Ich habe auf eine Wildsau geschossen, die zwischen
mir und Helmut lief« (Bild, 21.1.2002).
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Einsiedel/Spessart
– Bei einer Treibjagd wird ein 75 kg schweres Wildschwein angeschossen. Auf
der Suche nach der verwundeten Beute ist das Tier diesmal schneller und
schlitzt einem Jäger den Oberschenkel auf, einen zweiten Jäger verletzt es
am Unterschenkel. Schließlich gelingt den Männern die Tötung. Einer wird
anschließend mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert (Main-Post,
22.1.2002).
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Erfurt
- Weil seine Frau sagt, dass sie ihn verlassen will, holt Jäger Hans-Jürgen
M. sein Jagdgewehr und erschießt erst seine Frau, dann den Dackel und
zuletzt sich selbst
(Bild, 1.2.2002).
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Heiligenstadt/Thüringen
– Dr. Friedrich V. (66), Rechtsanwalt und Träger des deutschen
Bundesverdienstkreuzes, ist mit 44 Jagdfreunden auf Treibjagd. Er schießt
und Tischlermeister Manfred F. (63) bricht tödlich getroffen zusammen. Er
hatte den Hochsitz vor Ende der Jagd verlassen und wurde anscheinend mit
einem Tier verwechselt (Bild, 8.2.2002).
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Das Schuldbewusstsein ertragen?
Jagd und Kirche
Gerhard Postel ist seit über 20 Jahren Umweltpfarrer der Evangelischen Kirche der Pfalz und gleichzeitig Jäger. Sein Motiv für die Jagd verrät er der
Leonberger Kreiszeitung (5.1.2002): »Ich nehme mir das Recht, ein Wildschwein zu essen.« Die Zeitung weiter: »Da ihm Wildschwein lieber sei als eine auf Spaltboden gemästete Sau, müsse er jagen.« Als Möglichkeit, um mit dem »Schuldbewusstsein« gegenüber den Tieren fertig zu werden, weist der bekannte Jäger-Pfarrer auf die Rituale der Jägerschaft hin. »Nach dem Töten«, so der Amtsträger, »das unausweichlich zur Jagd gehöre, bräuchten sie ihre Rituale, um das Dilemma zu ertragen«, wozu z. B. Jagdhornblasen oder Fichtenzweige am Hut gehören. Der spezielle kirchliche Beitrag, um das Töten zu verarbeiten, sind katholische oder evangelische Hubertusmessen, bei denen das Tun der Jäger von beiden Großkirchen gesegnet wird.
Und was sagt Gott dazu? Gott hat nirgends von Ritualen gesprochen, die einem das Töten und Morden von Tieren erleichtern sollen. In einer Offenbarung mahnte der Schöpfergott durch Gabriele, die
im Universellen Leben als Prophetin Gottes gilt, zuletzt am 27.2.2001 zu einer Umkehr im Umgang mit den Tieren: »Hört auf zu quälen, zu morden und zu töten ... Kehrt um, sonst setzt sich die Ernte fort, die eure Saat ist.«
Der vollständige Text der
Botschaft aus dem All vom 27.2.2001 ist abgedruckt in
Das Friedensreich Nr. 4/2001 |
Siehe auch:
http://www.abschaffung-der-jagd.de
Journal
Das Friedensreich, Ausgabe Nr. 3/02
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