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Erfinder der Benjes-Hecken zu Besuch bei der Gabriele-Stiftung »Der Finger an der Hand des Waldes ...« »Eine Hecke zieht Tiere an wie ein Magnet, sie ist der Finger an
der Hand des Waldes.« Heinrich Benjes, der mit seinem Bruder Hermann die nach
ihnen benannte Benjeshecke entwickelte und in der Öffentlichkeit weit über die
Landesgrenze bekannt machte, staunte nicht schlecht, als er den von der
Gabriele-Stiftung angelegten Biotop-Verbund in Greußenheim besichtigte:
Insgesamt über sieben Kilometer Benjes-Hecken verbinden hier die Stein- mit den
Feuchtbiotopen, die Bauminseln mit den Wäldern usw. und fügen sich dabei
malerisch ins hügelige Landschaftsbild ein. Eigens aus Bremen angereist, konnte
sich Heinrich Benjes von der Umsetzung dieses Pilotprojekts im Spessart
überzeugen. Laut SPIEGEL Special gilt die Benjes-Hecke als »das erfolgreichste
Flurbelebungskonzept der Naturschutzgeschichte«. Hecken - ein Segen für die ganze Natur Normalerweise hat man als Hecken anlegender Gärtner oft mit
Widerständen zu kämpfen, weiß Benjes. »Das zieht doch die Ratten an«, wettern
vielerorts die Landwirte gegen die Hecken. »Ja, aber nur, wenn man Leberwürste
reinhängt«, entgegnet Benjes dann. Denn da sich in den Hecken neben Hasen, Igel,
Eichhörnchen, Rebhühner usw., auch Füchse einnisten, »wäre keine Ratte so dumm,
sich in die Nähe zu wagen ...« Weiter führt der Rundgang durch den Greußenheimer Biotop-Verbund zu einem kleinen Aussichtspunkt, von dem aus man das Auge über die entstandene Heckenlandschaft schweifen lassen kann. »Hecken dienen nicht nur der Gesunderhaltung der Felder, sondern auch der eigenen ...«, sagt Benjes. Nicht nur das Auge, der ganze Mensch könne sich in einer solchen wiederbegrünten Umgebung erholen. Und natürlich ist eine solche abwechslungsreiche Naturlandschaft auch für die Kinder interessant, die in Gebüsch und Sträuchern ihre eigenen spannenden Spiel- und Entdeckungswelten finden. Ein Paradies für Tiere Während man über Heckenrosen und Schlehen beim Weißdorn
angelangt ist – »Weißdorn ist der Heckenmacher« –, rauscht über die Köpfe der
Naturfreunde ein Schwarm Wildenten hinweg, die sich im nahe gelegenen Hofteich
offenbar zu einer Entenversammlung eingefunden hatten ... »Das ist ja ein kleines
Tier-Paradies, was Sie hier haben«, stellt Benjes fest. Das ist es in der Tat,
können die Gärtner der Gabriele-Stiftung nur bestätigen. Der Heckenbau geht weiter ... Beim Fachsimpeln über Sanddorn und Nadelhölzer, Birken und Schlehen ist der Rundgang viel zu schnell zu Ende, doch Heinrich Benjes war bestimmt nicht das letzte Mal bei der Gabriele-Stiftung zu Gast: »Im Frühjahr muss ich mir das noch mal ansehen, wenn alles blüht.« Die Gärtner der Gabriele-Stiftung pflanzen bis dahin munter weiter. Und da es sich langsam herumspricht, dass in Greußenheim ein Biotop-Verbund gemäß Bundesnaturschutzgesetz entsteht, wird von der Umgebung mittlerweile lastwagenweise Gestrüpp angekarrt, das beim Baumschnitt anfällt. Wenn das so weitergeht, haben die unterfränkischen Heckenbauer den Benjes-Rekord aus Groß Varchow mit seinen 15 Kilometern Hecke bald schon eingeholt ... (Silke Dziallas)
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