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Klarstellung
(Dieser Text stammt bereits aus dem Jahr 1996 und hat bis heute nichts
von seiner Gültigkeit verloren)
Seit Jahren führen die Amtskirchen anstelle einer religiösen
Auseinandersetzung mit der Lehre des Universellen Lebens einen
politischen Kampf gegen Menschen, die sich als Anhänger der
urchristlichen Lehre bezeichnen, und gegen Betriebe, in denen diese
arbeiten. Verdächtigungen und Unterstellungen gegenüber einzelnen
werden, als Meinungsäußerung getarnt, verbreitet, um die Lehre wegen
angeblichen Fehlverhaltens einzelner in Misskredit zu bringen. Die Lehre
im Universellen Leben ist eine Gabe und kein Zwang – die Lehre bürgt
nicht für das Verhalten des einzelnen.
Das göttliche Offenbarungswort und die Lehre, global gesprochen das
Universelle Leben, verbreitet sich sprunghaft und hat inzwischen
weltweit viele Anhänger gefunden, die sich Urchristen nennen. Keiner
kann für den anderen essen und trinken, und keiner kann für den anderen
die Gesetze Gottes, die Bergpredigt, verwirklichen oder für das
Verantwortung tragen, was der andere sagt oder nicht sagt. Deshalb soll
jeder, der mit Urchristen in nah und fern Schwierigkeiten, gleich
welcher Art, hat oder unzufrieden ist, sich mit diesen auseinandersetzen
nach den sinngemäßen Worten Jesu: »Wenn dein Bruder sündigt, dann gehe
zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht«, und nicht das
Offenbarungswerk und die Lehre, global: das Universelle Leben,
beschuldigen.
Das Universelle Leben ist das göttliche Offenbarungs- und Lehrwerk auf
der Grundlage der Zehn Gebote und der Bergpredigt Jesu, mit der Inneren
Geist=Christus-Kirche, den Schulungen des Inneren Weges, den Seminaren
und den weltweiten Radiosendungen. Die Lehre im Universellen Leben ist
frei, ohne Zwang und Dogmatismus.
Zu den Veranstaltungen können die Menschen frei kommen, sie hören zu,
und sie gehen wieder frei. Für ihr Verhalten in ihrem Leben können weder
das göttliche Offenbarungswort noch die Lehre verantwortlich gemacht
werden, noch die Bundgemeinde Neues Jerusalem, die die
Verantwortungsträgerin für die Aktivitäten des Universellen Lebens ist,
aber nicht dafür, wie die einzelnen Menschen die Lehre erfüllen und
umsetzen.
Soweit einige Urchristen Betriebe gegründet haben und darin arbeiten,
geschah und geschieht dies, weil sie mit Gleichgesinnten ihren
Lebensunterhalt verdienen und die Ideale der Bergpredigt auch im
Arbeitsalltag verwirklichen wollen. Wenn ihnen das nicht immer gelingt,
weil sie noch nicht vollkommen sind, tut das der Richtigkeit ihrer
Ideale keinen Abbruch. Das Verhalten einzelner Urchristen, soweit
wirklich Anlass zur Kritik bestehen sollte und nicht bloß wieder
Verdächtigungen im Spiel sind, kann nicht dem göttlichen
Offenbarungswort und der Lehre des Universellen Lebens angelastet
werden. Dennoch wird dies bösartigerweise immer wieder versucht. Das ist
genauso unsinnig, wie es der Versuch wäre, das Verhalten der Katholiken
und Protestanten eines bekannten Bekleidungshauses oder einer gut
eingeführten Lebensmittelkette der katholischen oder der evangelischen
Kirche anzulasten.
Es kommt ja auch niemand auf den Gedanken, den Pfarrer dafür
verantwortlich zu machen, wenn ein Protestant oder Katholik sich nach
dem sonntäglichen Kirchgang im Wirtshaus betrinkt und anschließend Frau
und Kinder verprügelt. Oder ist der Papst oder die katholische Lehre
daran schuld, dass die Gläubigen jährlich Millionen von Abtreibungen
vornehmen, obwohl die Lehre dagegen spricht? Oder ist die katholische
oder evangelische Kirche schuld, wenn jemand in die Pferdekoppel eines
katholischen oder evangelischen Pferdehalters steigt und vom Pferd
getreten wird?
Die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen, vom katholischen
Wirtschaftsbetrüger oder Steuersünder bis hin zum protestantischen
Mörder oder Terroristen. Wer kommt auf den Gedanken, die Institution
oder die Lehre für das Verhalten des einzelnen Mitglieds verantwortlich
zu machen?
Das göttliche Offenbarungswerk und die Lehre, in dem Begriff
Universelles Leben zusammengefasst, muss jedoch seit Jahren diesen
Unsinn über sich ergehen lassen, obwohl es dort kein »du musst« gibt,
jeder, auch in den Betrieben, vollkommen frei ist, die Lehre anzunehmen
oder nicht, weshalb dort auch Katholiken, Protestanten und andere
Menschen arbeiten, ohne dass deswegen irgendjemand mit Strafen oder mit
der ewigen Verdammnis bedroht wird.
Wenn sich Menschen, die sich als Urchristen bezeichnen, auch nur leicht
danebenbenehmen, z. B. falsch parken oder eine unglückliche Bemerkung
machen, wird sogleich das göttliche Offenbarungswerk des Universellen
Lebens verteufelt, ohne dass sich irgend jemand die Mühe macht, das
Verhalten der einzelnen Personen zu bewerten und es auf diese zu
beziehen. Auch die katholische oder evangelische Kirche würden sich
entschieden gegen solche absurden und pauschalen Anwürfe verwahren, wenn
etwa das Verhalten katholischer oder evangelischer Mitarbeiter eines
Bekleidungshauses oder eines bekannten Autoherstellers, eines
Lebensmittelgroßhändlers usw. ihnen zugerechnet würde.
Die Anhängerschaft des Universellen Lebens setzt sich aus Millionen
freier Urchristen in der ganzen Welt zusammen, die keine eingetragenen
und somit keine registrierten Mitglieder sind und auch keine
Mitgliedsbeiträge bezahlen, die die Lehre hören – ob sie alle danach
leben, kann keiner sagen und dafür auch keine Verantwortung tragen.
Wenn in einer katholischen oder evangelischen Kirchengemeinde sich
jemand danebenbenimmt, kommt niemand auf die Idee, den Pfarrer oder den
Bischof hierfür verantwortlich zu machen. Wenn aber in der Bundgemeinde
Neues Jerusalem einer mit dem anderen nicht mehr zurechtkommt und
deshalb weggeht, wird nicht gefragt, warum, sondern das Universelle
Leben, die Lehre soll daran schuld sein. Was hat es mit Glauben und
Lehre zu tun, wenn ein Millionär sich darüber aufregt, weil er nicht
genügend hofiert wird, wenn ein anderer sich mit Urchristen überwirft,
weil er sein Machtinteresse nicht durchsetzen kann? Was hat es mit
Glauben und Lehre des Universellen Lebens zu tun, wenn ein anderer den
Betrieb verlässt, weil er das Vertrauen seiner Mitarbeiter und Kunden
missbraucht hat? Oder wenn es zwischen mehreren Mitarbeitern in einem
Betrieb Streit gibt und einer oder zwei den Betrieb verlassen – ist dann
das Universelle Leben, die Lehre, daran schuld? Die Lehre im
Universellen Leben spricht nie »du musst«, sondern »du sollst«, und wer
nicht will, kann es halten, wie er es möchte; dafür kann nicht die Lehre
verantwortlich gemacht werden.
Das göttliche Offenbarungs- und Lehrwerk wird jahrelang verteufelt und
beschuldigt, wenn einzelne Urchristen sich nicht vertragen, wenn
einzelne Urchristen Betriebe oder die Bundgemeinde verlassen, wenn
einzelne Urchristen gegen ihre Nächsten sind. Es ist jedoch der
Verantwortungsbereich dieser einzelnen, das andere ist göttliches
Offenbarungsgut und Lehrwerk, das gegeben wird nach dem Prinzip: »Wer es
annehmen will, der nehme es an; wer es verwerfen will, der verwerfe es.«
Jeder kann sich mit der Lehre des Universellen Lebens auseinandersetzen.
Er kann sie ablehnen; niemand wird ein Glaubensgespräch oder eine
Glaubensauseinandersetzung scheuen; jeder kann sagen, wie er es besser
machen würde. Es kann auch einzelnen bezüglich ihres Verhaltens
vorgehalten werden, dass sie nicht in Übereinstimmung mit der Lehre
handelten. Man kann aber nicht die Lehre im Universellen Leben für das
Verhalten des einzelnen verantwortlich machen.
Wir appellieren an die Vernunft unserer Mitbürger und der Journalisten,
sich nicht länger von derart absurden und irreführenden
Schuldzuweisungen beeindrucken zu lassen, auch wenn sie aus
durchsichtigen Motiven immer wieder verbreitet werden.
Urchristen im Universellen Leben e.V.
im Oktober 1996
Dieser Erklärung schließe ich ausdrücklich folgendes an:
Die Christusbetriebe gehören dem Verein der Mitarbeiter in
Christusbetrieben. Die Besitzer der Christusbetriebe haben sich zur
Aufgabe gemacht, Schritt für Schritt die Bergpredigt zu erfüllen. Ich
gehöre zu keinem Christusbetrieb, bin kein Mitbesitzer und auch kein
Mitverantwortlicher. Ich bin im geistigen Zweig tätig und verantworte
das, was ich ausspreche. Was andere aus der Lehre machen, wie sie diese
weitergeben, ob sie verwirklicht wird oder nicht, ob sie in den
Christusbetrieben angewandt wird oder nicht, dafür bin ich nicht
verantwortlich, weil die Lehre im Universellen Leben keinen Zwang
ausübt. Ich zwinge niemanden, die Lehre zu glauben oder zu tun.
Infolgedessen ist jeder für sein Denken, Reden und Handeln selbst
verantwortlich.
Gabriele |