Ein dritter meint, er hätte jetzt so viel
gehört, wie Gott einem hilft, doch keiner hätte bis jetzt gefragt, wer Gott eigentlich
ist und was er von uns will.
Ob der christliche Gott nicht ein brutaler Gott sei, fragte
ein Jugendlicher, wenn er seinen Sohn auf so schreckliche Weise opferte. Das sei
überhaupt nicht Gottes Absicht gewesen, entgegnete jemand, das hätten Menschen getan,
nicht Gott.
Was ist Urchristentum?
Der Gesprächsverlauf machte auch deutlich,
dass sich im
Christentum verschiedene Richtungen entwickelt haben, und so stellte ein Jugendlicher die
Frage: "Einige nennen sich Urchristen. Was ist eigentlich Urchristentum?"
Menschen waren das ursprünglich gewesen, die nach der
einfachen und schlichten Lehre des Jesus von Nazareth gelebt haben, ohne Dogmen und ohne
Priester, die nicht nur glaubten, sondern tun wollten, was Jesus gesagt hat. Sie glaubten
auch, dass Gott in ihnen selbst lebt, so wie auch in der Natur. Und heute leben wieder
Menschen auf diese Weise.
"Welcher Glaube hat Zukunft?", war zu hören, und
jemand nannte einen Theologen (Anm. der Red.: Karl Rahner), der sinngemäß gesagt hat, der
Christ von morgen wird "Mystiker" sein oder es wird keine Christen mehr
geben".
Halt im Inneren
Den "Halt im Glauben", den so viele verloren
hätten, könnte man demnach nicht in äußeren Dingen, sondern nur im eigenen Inneren
finden. Dass das Urchristentum mit diesem Glauben nicht von anderen abgesondert ist,
machte ein Jugendlicher deutlich, der auf Natur-Völker hinwies und einige Sätze aus
einem Indianer-Buch vorlas.
"Was verändern"
Als die letzten Beiträge kamen, war es bereits nach 22
Uhr, einige Themen wurden bei Cappuccino, Bier und Orangensaft im nahe gelegenen
"Pub" fortgesetzt. Zu spät wurde es anscheinend keinem, trotz Arbeit am
nächsten Morgen, was die "Jungen Urchristen" ermuntert, die Gespräche
fortzusetzen: Aktuelle Termine erfahren Sie über die Redaktion.

Werbung für den Abend - Eine
Stunde vor Beginn
in der Nähe des Würzburger Hauptbahnhofes
Ein etwas älterer Teilnehmer sagte: "Ich kann mir
nicht denken, dass es so etwas schon einmal gegeben hat. Ein offenes Glaubensgespräch mit
so vielen unterschiedlichen Leuten." Und jemand fügte hinzu: "Die Leute haben
Idealismus, die wollen was verändern und die können es auch." |
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