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Wie Jugendliche die
Zukunft sehen Keine
Panik auf der Titanic !?
Titanic - das modernste Schiff seiner Zeit, die
luxuriöseste Ausstattung, der spektakulärste Untergang. Und weiter: die teuerste
Filmproduktion, die höchsten Besucherzahlen, die meisten Oskars - genügend Gründe, sich
über den Mythos Titanic einmal Gedanken zu machen. Genau das taten rund 30 junge Leute
beim letzten Gespräch über Gott in den Würzburger Greisingsälen:
Erst einmal die Fakten: Die historische Titanic maß 269 m Länge, konnte
über 2.000 Passagiere aufnehmen. Die Zahl der an Bord befindlichen Rettungsboote reichte
jedoch nur für ca. 1.200. Denn allen war klar: die Titanic ist unsinkbar und weitere
Rettungsboote hätten die bauliche Ästhetik gestört und die Flaniermöglichkeiten
eingeschränkt. Und ums Flanieren, Dinieren, um´s Gesehenwerden und ums
Dabeigewesen sein ging es schließlich bei der ersten, teuren Überfahrt im Jahr 1912 - so
teuer, dass viele sie mit dem Leben bezahlen mussten.

Faszination Titanic: Was treibt die Menschen ins Kino?
Denn wie wir wissen: das Schiff rammte einen Eisberg und sank. 1517
Menschen ertranken. Ironie des Schicksals: An alles hatte man gedacht, an Tafelsilber,
Austerngabeln und Kristallgläser. Die besten Speisen, der teuerste
Brandy und eine
Schiffskapelle waren an Bord - nur ein Fernglas, mit dem man den Eisberg frühzeitig
hätte ausmachen können war vergessen worden. Auch an technischen Möglichkeiten für
einen Notruf mangelte es nicht - nur wurde der Fernsprecher für private Nachrichten
genutzt und war im entscheidenden Moment nicht verfügbar. Als die ersten Eiswarnungen die
Titanic erreichten, wurden diese schlichtweg in den Wind geschlagen, schließlich galt es,
einen Rekord aufzustellen und Schlagzeilen zu machen. Die gab es dann auch - allerdings
anders, als vom Kapitän und den Schiffskonstrukteuren beabsichtigt.
Als dann irgendwann doch alle begriffen hatten, das das unsinkbare Schiff
sinken würde, war es zu spät. Längst waren die Rettungsboote mit einigen Passagieren
der ersten Klasse weggefahren - die meisten nur halb besetzt. Denn in ein solches Boot
einzusteigen war anfangs als mangelndes Vertrauen in Technik und Fortschritt gewertet
worden - und wer mag schon als rückständiger Angsthase gelten? Lieber angesichts der
lebensgefährlichen Situation einen Brandy trinken, noch ein wenig feiern, noch ein wenig
Arroganz zur Schau stellen ...
Die Titanic ist
Realität
Die Titanic - eine Legende? Vergangenheit? Im Gespräch
über Gott wurde uns Jugendlichen klar: Die Titanic ist Realität. Jetzt, hier und
heute sitzen wir in einem Luxusdampfer sondergleichen, dem Weltenschiff mit seinen
technischen Errungenschaften, dem medizinischen Fortschritt, den nie geahnten
Möglichkeiten des Klonens, mit der Fähigkeit, Lebewesen zu manipulieren und Tiere als
Ersatzteillager für Organe zu nutzen. Im Jahr 2010 ein Kurzurlaub auf dem Mars? Das
Unmögliche ist möglich. Und feiern können wir auch - und wie! Unterhaltung ist ein
lukrativer Wirtschaftszweig geworden, Vergnügen eine Ware, die ihren Preis hat. Kinofilme
spielen Milliarden ein, und bei der Fußball-WM sitzt ganz Deutschland vor der Glotze.
Etwas Wichtigeres gibt es dann nicht, und käme eine Eiswarnung - wir würden sie in den
Wind schlagen wie damals am 14.4.1912. Dabei sind die "Löcher" im Rumpf des
Weltenschiffs sichtbarer denn je: Wissenschaftler warnen vor der Klimakatastrophe. 2/3 des
ursprünglichen Waldbestandes der Erde sind bereits verschwunden. Vor dem Ozonloch wird
gewarnt: bitte nur mit Sonnenhut und -brille ins Freie gehen! Jedes Jahr ein neues Jahr
der Katastrophen. Und die Wirtschaft? Ebenfalls löchrig: Arbeitslosigkeit auf
Rekordhöhe, unsichere Renten, Börsencrashs in Asien. Und eine Zwei-Klassen-Gesellschaft
baut sich ebenfalls auf ... Löchrig auch die Gesellschaft im Inneren: Kriminalität,
Missbrauch, Mobbing am Arbeitsplatz, jeder schaut auf seinen Vorteil, seine
Familie, seinen Arbeitsplatz, sein Bankkonto. Jede 3. Ehe wird geschieden -
"Wir können nicht mehr miteinander".
Die Bordkapelle spielte
beim Untergang das Lied "Näher mein Gott zu Dir"
Und die Politiker? Sie sprechen von Konjunktur, preisen die neuen
Technologien, setzen auf den so genannten Fortschritt - ist ja alles gar nicht so schlimm:
"Keine Panik auf der Titanic!" Und wers nicht glaubt, wer laut sagt,
dass
wir auf dem sinkenden Schiff längst nicht mehr alles im Griff haben, der wird als
"Panikmacher", "Weltuntergangsapostel" oder "rückständiger
Ökofuzzi" verlacht.
Was tun?
Was tun also? Einen Brandy trinken, weil eh schon
alles zu spät ist? Hätten wir die "Löcher" im Weltenschiff vermeiden können?
Gab es Eiswarnungen? Darüber gab es eine heiße Diskussion unter den Jugendlichen: Jesus
von Nazareth gab mit seiner Lehre viele Eiswarnungen und Hilfen, wie wir die Welt zum
Guten verändern können", sagte eine Jugendliche. "Es hätte nicht so weit
kommen müssen, zumal Gott immer wieder Prophetinnen und Propheten auf die Erde geschickt
hat, die aufgezeigt haben, wohin wir steuern, wenn wir so weiter machen. Sie haben uns
dazu angehalten, die Gebote Gottes zu beachten und als Hilfe für unser Zusammenleben hier
auf der Erde zu verstehen."
Fazit: Gott will nicht, dass wir untergehen. Die historische
Titanic scheiterte nicht zuletzt am Egoismus und der Selbstsucht von Einzelnen, denn um
vor der Weltöffentlichkeit glänzen zu können, wurden trotz Eiswarnungen die Kessel auf
Volldampf geheizt. Und die vertrauensseligen Passagiere haben gepennt. Haben die Zeichen
der Zeit nicht sehen wollen.
Nimm das Ruder in die
Hand
Schlafen wir auch? Dämmern wir so in den Tag hinein oder
schauen wir mit wachen Augen in die Welt und auf unser eigenes Leben? Wie siehts mit
meinem Egoismus aus, mit meiner Selbstsucht? Ist mir der Nächste egal?
"Nicht die Politiker und Wirtschaftsbosse allein sind schuld", sagte eine
Besucherin. "Selbstverantwortlich sein, das ist wichtig. Ich fange einfach
selber an, das Steuer herumzureißen in meinem Leben. Ich tue es, egal was die anderen
machen." Was das für sie bedeutet?
"Ernst machen mit den Zehn Geboten und der Bergpredigt. Zuerst den
Balken bei mir rausziehen, statt am anderen rumzunörgeln. Mich entschuldigen, wenn ich
was falsch gemacht habe. Mein Leben in die Hand nehmen. Mir Fähigkeiten erarbeiten, mit
denen ich etwas Sinnvolles tun kann, das auch anderen was nützt." |
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