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Ausgabe 10/98 |
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Kirchliche Verbrechen: Päpstliche Vergangenheitsbewältigung Geheimhalten statt Bereinigen Seit dem Jahre 1542 wurde das Foltern und Morden unschuldiger Menschen im Auftrag der Kirche schriftlich festgehalten. Doch warum bleibt das Archiv von 1903 bis heute verschlossen? Der kirchliche Massenmord durch die „Heilige Kongregation
der Universalen Inquisition“ an Juden, Andersgläubigen (Ketzern) und Frauen
(Hexen) ist längst weitgehend bekannt. Auch die Inquisitionsprozesse gegen
Galilei, Savonarola und Giordano Bruno sind dokumentiert. Wenn der Papst
jetzt 4.500 Bände von Akten der Inquisition zugänglich macht, so
offensichtlich nur deshalb, um das Image seiner Kirche zum Jubiläumsjahr
etwas aufzupolieren. |
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