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Ausgabe 23/98 |
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Österreich: Mit Steuergeldern Diskriminierung Eine neu geschaffene "Sektenstelle" soll in Wien "öffentlich zugängliche Daten" über religiöse Minderheiten sammeln, zum Beispiel, "welche Personen in Sekten an führender Stelle tätig sind". Für diese diskriminierende Spitzeltätigkeit, von der die beiden Groß-Sekten per Gesetz von vorne herein ausgenommen sind, stehen der neuen Stelle fünf Millionen Schilling jährlich zur Verfügung. Man sieht einmal mehr: Der Staat hat nichts zu sagen - die Kirche bestimmt, welche Religionen gefördert werden und welche mit öffentlicher Verleumdung und Behinderung zu rechnen haben. Dahinter stecken die Inquisitoren der katholischen und evangelischen Kirche, die sich heute Sektenbeauftragte nennen. Und wir, die Steuerzahler, müssen die einseitige staatliche Privilegierung der Kirche wie zu allen Zeiten finanzieren. Wann lässt Europa endlich das Mittelalter hinter sich? |
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