Nachdem der Blutausstrich getrocknet ist, wird zunächst mit der Lupe sein
Gesamtbild betrachtet. Danach wird er unter dem Lichtmikroskop bei ca. 820facher
Vergrößerung gründlich durchgemustert.
Schon ohne Mikroskop sind auf der Glasplatte auffällige
Unregelmäßigkeiten zu erkennen - Verdickungen hier, blasse Stellen da. Die dickeren
Stellen können auf Stau oder Verkrampfung hindeuten, die blasseren auf Energiemangel in
bestimmten Teilen des Körpers. Für das geschulte Auge können sich, je nach Anordnung
solcher Strukturen, Hinweise ergeben, dass in diesen Bereichen des Körpers etwas nicht in
seiner Ordnung ist. Hier kann dann die genauere Untersuchung einsetzen. Die
Medizinisch-technische Assistentin zeigt verschiedene Fotos von Blutausstrichtests,
die sich deutlich voneinander unterscheiden.
Das Blut eines gesunden Patienten wirkt z. B. gleichmäßig, ohne Lücken
und Risse. Das Blut eines Krebs- oder eines Rheumapatienten weist hingegen in bestimmten
Zonen des Ausstrichs mehr oder weniger weiße Felder auf, die an "geronnene
Milch" erinnern. "In diesen Zonen zeigen sich Stoffwechselrückstände und
Zellreste, d. h., hier sind die Verschlackungen und der Belastungsgrad am stärksten",
sagt die Mitarbeiterin.
Diagnosemethoden wie der Blutausstrich-Test ergänzen sich mit anderen
Diagnosemethoden und liefern Mosaiksteine für eine Gesamt-Beurteilung des
Gesundheitszustandes. Durch dieses Mosaik kann vielfach in Stadien, in
denen noch kaum körperliche Symptome vorhanden sind, eine beginnende schwere Erkrankung
erkannt werden. Die frühzeitige Erkennung ist wesentlich für eine erfolgreiche Therapie.
Der Körper spricht zu uns, er gibt beständig Signale. Diese Signale sind
auch im Blut vorhanden. Deshalb kann das "Bild" das Blutes wesentliche Einblicke
in die Gesamtsituation des Körpers ermöglichen.
Besonders eindrucksvoll werden die Bilder, wenn man Proben von demselben
Menschen sieht, bevor und nachdem er eine bestimmte Therapie oder Behandlung durchlaufen
hat. Allein schon einige Tage der nervlichen Entspannung, der schonenden Entgiftung durch
Trinkkuren oder Heilfasten oder dergleichen können verblüffende Effekte haben
(siehe
Bilder): Schlacken verschwinden, das Blut ordnet sich neu, es erscheint wie aufgefrischt.


Der Mensch unserer hektischen Tage ist oftmals so verkrampft und nervlich
belastet, dass sein Körper gar nicht unmittelbar in der Lage ist, Medikamente oder
intensive Therapien anzunehmen und zu verarbeiten. Verhilft man dem Körper und der Seele
zu tief greifender Entspannung, so erwachen die Selbstheilungskräfte des Körpers. Diese
sind bestrebt, den Körper von Verschlackungen zu befreien, Giftstoffe auszuscheiden. Eine
ganzheitliche Medizin unterstützt ihn dabei und weckt behutsam die eigenen Kräfte. Der
Erfolg lässt sich z. B. anhand eines Blutausstrichs erkennen.